Die schönsten Weihnachtsmärkte der Schweiz: Der komplette Guide

Die schönsten Weihnachtsmärkte der Schweiz: Der komplette Guide

Quick answer

Wann sind die Schweizer Weihnachtsmärkte geöffnet?

Die meisten Schweizer Weihnachtsmärkte öffnen am letzten Freitag im November und laufen bis zum 24. Dezember. Der grösste ist der Basler Münsterplatz-Markt; der stimmungsvollste ist wohl das Zürcher Wienachtsdorf am Sechseläutenplatz. Der Eintritt zu allen grossen Märkten ist gratis.

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Warum die Schweizer Weihnachtsmärkte etwas Besonderes sind

Die Schweiz hat nicht die älteste Weihnachtsmarkttradition Europas — diese Ehre gebührt Deutschland und dem Elsass —, hat aber leise einige der feinsten entwickelt. Die Kombination aus mittelalterlichen Plätzen, alpinen Kulissen, hochwertigem lokalem Handwerk und dem Instinkt, Dinge richtig zu machen, hat Märkte hervorgebracht, die sich von den zunehmend generischen Festmärkten anderswo abheben.

Mehrere Dinge zeichnen Schweizer Weihnachtsmärkte aus. Erstens die Kulissen: ein Kathedralenvorplatz in Basel, eine Seepromenade in Montreux mit den aufragenden Rochers de Naye im Hintergrund, die im Dämmerlicht beleuchteten Arkadengänge der Berner Münstergasse. Zweitens das Essen: Die Schweizer nehmen das saisonale Essen ernst, und der Glühwein hier wird aus lokalen Weinen statt anonymen Supermarktmischungen hergestellt, während Raclette, Fondue und Marrons chauds (geröstete Kastanien) feste Bestandteile statt Nebensachen sind. Drittens das Handwerk: Schweizer Märkte ziehen noch echte Kunsthandwerker an — Holzschnitzer, Glasbläser, Spitzenklöppler — neben den Ständen mit Massenware.

Die Märkte liegen zudem kompakt beieinander in einem Land, das selbst kompakt ist. Das ausgezeichnete Bahnnetz der Schweiz — abgedeckt vom Swiss Travel Pass — bedeutet, dass Sie an einem langen Wochenende realistisch drei oder vier Märkte besuchen können, indem Sie ohne Auto zwischen Städten hin- und herspringen.

Der Eintritt zu jedem grossen Schweizer Weihnachtsmarkt ist gratis.


Wann sind die Schweizer Weihnachtsmärkte 2026 geöffnet?

Die übliche Schweizer Weihnachtsmarktsaison läuft vom letzten Freitag im November bis zum 24. Dezember. Für 2026 bedeutet das, dass die meisten Märkte rund um Freitag, den 27. November öffnen und am Heiligabend, dem 24. Dezember, schliessen.

Typische Öffnungszeiten: 11:00–21:00 Uhr an Wochentagen, 10:00–22:00 Uhr freitags und samstags. Die Sonntagszeiten variieren, aber die meisten Märkte öffnen um 11:00 Uhr. In der letzten Woche vor Weihnachten (18.–24. Dezember) sind die Abendöffnungszeiten meist verlängert und der Andrang am grössten — wunderschön, aber belebt.

Eine Handvoll Märkte, darunter der Marché de Noël in Montreux, beginnen etwas früher (Mitte November) und schliessen etwas später als der Durchschnitt. Prüfen Sie die Websites der einzelnen Märkte für bestätigte 2026-Termine, die jeden Herbst bekanntgegeben werden.


Die 10 schönsten Weihnachtsmärkte der Schweiz

1. Basel — Münsterplatz und Barfüsserplatz

Der grösste Weihnachtsmarkt der Schweiz

Basels Weihnachtsmarkt ist der grösste des Landes, aufgeteilt auf zwei Plätze in der Altstadt. Der Hauptmarkt befindet sich auf dem Münsterplatz, dem gepflasterten Vorplatz der roten Sandsteinkathedrale, und erstreckt sich in die umliegenden Strassen. Ein zweiter, ebenso grosser Markt füllt wenige Gehminuten entfernt den Barfüsserplatz.

Termine: Ende November bis 23. Dezember | Öffnungszeiten: Mo–Fr 11:00–21:00, Sa 10:00–21:00, So 11:00–20:00

Was man essen sollte: Basler Lebkuchen (Honigkuchen in kunstvollen Formen), Zwetschgenmännchen (eine regionale Spezialität) und Elsässer Flammkuchen — ein Zeichen der Nähe zu Frankreich.

Was man kaufen sollte: Mundgeblasene Glasornamente, Schweizer Holzspielzeug und die Basler Läckerli — das eigene Gewürzgebäck der Stadt, ein perfektes essbares Souvenir.

Anreise: Basel hat ausgezeichnete Bahnverbindungen; der Hauptbahnhof (Basel SBB) liegt 10 Gehminuten von beiden Märkten entfernt. Ab Zürich sind es 55 Minuten mit dem InterCity.

Entdecken Sie die Stadt jenseits des Marktes mit einer 2-stündigen historischen Stadtführung durch Basels Altstadt, die wichtigen Kontext zur mittelalterlichen Kulisse liefert, vor der Sie Ihren Glühwein trinken werden.


2. Zürich — Wienachtsdorf, Werdmühleplatz & Hauptbahnhof

Das vielseitigste Weihnachtsmarkterlebnis

Zürich hat nicht nur einen, sondern drei eigenständige Weihnachtsmärkte, jeder mit eigenem Charakter.

Das Wienachtsdorf (“Weihnachtsdorf”) am Sechseläutenplatz, neben dem Opernhaus, ist das Hauptereignis: ein richtiges festliches Dorf aus über 100 Holzchalets, einer Eisbahn, einem Riesenrad und einem Fokus auf lokale Schweizer Kunsthandwerker. Es ist das fotogenste und dasjenige, dem Besucher mit begrenzter Zeit Priorität geben sollten.

Der Werdmühleplatz beherbergt den berühmten singenden Weihnachtsbaum — eine echte Fichte, geschmückt mit Lichtern, von der aus in regelmässigen Abständen Chorauftritte stattfinden. Intim, gratis und bezaubernd.

Der Zürcher Hauptbahnhof beherbergt einen Markt im grossen Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert, einschliesslich dem, was als Europas grösster Weihnachtsbaum in Innenräumen gilt. Er hat länger geöffnet als die Aussenmärkte und ist warm — nützlich an kalten Abenden.

Termine: Ende November bis 24. Dezember | Öffnungszeiten: Wienachtsdorf Mo–Do 11:00–22:00, Fr–Sa 10:00–23:00, So 11:00–21:00

Was man essen sollte: Raclette vom Rad, warme Rivella (das Schweizer Erfrischungsgetränk — in der warmen Festversion ein überraschender Hit), Schweizer Würste und heisse Schokolade von Kunstchocolatiers.

Anreise: Das Zürcher Zentrum ist zwischen allen drei Standorten komplett zu Fuss erreichbar. Alle liegen an Tramlinien ab dem Hauptbahnhof. Siehe den Ratgeber Fortbewegen in der Schweiz für Zwischenstadtverbindungen.


3. Montreux — Marché de Noël de Montreux

Der romantischste Weihnachtsmarkt der Schweiz

Montreux veranstaltet den, was viele für den schönsten Weihnachtsmarkt der Schweiz halten, und das Argument ist schwer zu widerlegen. Der Markt zieht sich entlang der Seepromenade mit über 160 Holzchalets, hinterlegt vom Genfersee und gerahmt von den über 2000 m hohen Rochers de Naye. Wenn Schnee die Gipfel bepudert und Nebel über dem See liegt, ist die Wirkung ausserordentlich.

Die Hauptattraktion ist die Père-Noël-Gondel — der Weihnachtsmann steigt von den Höhen der Rochers de Naye mit der Seilbahn herab, für geplante Auftritte am Markt. Ein einzigartig schweizerischer Zug, den Kinder (und Erwachsene) wirklich aufregend finden.

Termine: Mitte November bis 24. Dezember | Öffnungszeiten: täglich 10:00–21:00 Uhr, Fr–Sa bis 22:00 Uhr

Was man essen sollte: Fondue in Seechalets, Vin chaud aus Waadtländer Weinen und Crêpes au sucre.

Was man kaufen sollte: Kunsthandwerklichen Schmuck, Schweizer Uhren zu erschwinglichen Preisen und lokale Weine aus den UNESCO-gelisteten Lavaux-Weinbergen, die gleich östlich der Stadt beginnen.

Anreise: Montreux liegt an der Hauptbahnlinie Genf–Lausanne–Brig. Ab Genf sind es 1 Stunde 10 Minuten; ab Lausanne 25 Minuten. Die Riviera-Kreuzfahrt ab Montreux ist ein magischer Ausflug vor dem Marktbesuch — buchen Sie die 2-stündige Genfersee-Riviera-Kreuzfahrt ab Montreux für eine malerische Annäherung an das geschmückte Ufer.


4. Luzern — Franziskanerplatz und Weinmarkt

Bester Markt in mittelalterlicher Kulisse

Luzern teilt seinen Weihnachtsmarkt auf zwei stimmungsvolle mittelalterliche Plätze in der Altstadt auf: den Franziskanerplatz, dominiert von der Franziskanerkirche, und den Weinmarkt, den ehemaligen Weinmarkt, dessen mit Fresken bemalte Fassaden im Weihnachtslicht glühen. Die überdachten Holzbrücken — die Kapellbrücke ist fünf Gehminuten entfernt — tragen zur Atmosphäre bei.

Der Markt ist kleiner als jener in Zürich oder Basel, aber wohl intimer. Die Stände neigen zu hochwertigem Kunsthandwerk und regionalen Lebensmittelprodukten statt zu touristischem Nippes.

Termine: Ende November bis 24. Dezember | Öffnungszeiten: Mo–Mi 11:00–20:00, Do–Sa 11:00–21:00, So 11:00–19:00

Was man essen sollte: Luzerner Chügelipastete (eine lokale Pastete gefüllt mit Hackfleisch und Pilzen), Nidwaldner Lebkuchen und Glühwein aus den Urner Weinbergen.

Anreise: Luzern liegt 45 Minuten von Zürich und 1 Stunde von Basel per InterCity entfernt. Der Bahnhof ist 5 Gehminuten von beiden Marktplätzen entfernt.

Machen Sie das Beste aus einem winterlichen Luzernbesuch mit einer Luzerner Stadtführung mit Käse- und Schokoladenverkostung, die sich wunderbar mit einem Nachmittag auf dem Markt verbindet.


5. Bern — Münster und Waisenhausplatz

Bester Markt in einer UNESCO-Welterbestadt

Bern hält seinen Weihnachtsmarkt an zwei Orten ab: der Münsterplattform (der Kathedralenterrasse mit Blick über das Aaretal) und dem Waisenhausplatz, einem kurzen Spaziergang durch die berühmten Arkadengeschäftsstrassen entfernt. Der Markt der Hauptstadt hat ein etwas lokaleres, weniger touristisches Gefühl als jener von Zürich oder Basel, was jenen entgegenkommt, die ohne Gedränge stöbern möchten.

Termine: Ende November bis 23. Dezember | Öffnungszeiten: Mo–Fr 11:00–21:00, Sa 10:00–21:00, So 11:00–20:00

Was man essen sollte: Berner Spezialitäten inklusive Berner Lebkuchen, Haxe (langsam gebratene Schweinshaxe) und Vin Chaud von regionalen Waadtländer und Walliser Produzenten.

Anreise: Bern ist die Bundeshauptstadt der Schweiz und ein wichtiger Bahnknotenpunkt. Es sind 1 Stunde 20 Minuten von Zürich und 1 Stunde von Basel per InterCity. Die Marktplätze liegen 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, oder 5 Minuten mit dem Tram.

Buchen Sie eine Berner Stadtführung mit einem lokalen Guide, bevor Sie den Markt erkunden — der Kontext zu den Zähringer Stadtgründern, der Einstein-Wohnung und dem Zeitglockenturm macht die arkadengesäumte Altstadt deutlich interessanter.


6. Genf — Jardin Anglais und darüber hinaus

Bester Markt in der Romandie

Genfs Marché de Noël am Jardin Anglais am Seeufer hat den unverwechselbaren Charme einer französisch-schweizerischen Stadt: eher pariserisch in seiner Ästhetik, mit einer Betonung auf Vin chaud statt Glühwein, kunsthandwerklichen Patisserien und internationalen Handwerksständen neben Schweizer Produzenten.

Termine: Ende November bis 24. Dezember | Öffnungszeiten: täglich 11:00–21:00 Uhr

Was man essen sollte: Fondue savoyarde (eine französische Alpenvariante), Marrons chauds von Strassenverkäufern und heisse Schokolade aus Schweizer Kuvertüre.

Anreise: Genf ist die internationalste Stadt der Schweiz und leicht per Flug, Zug oder Auto aus Frankreich erreichbar. Der Jardin Anglais liegt 15 Gehminuten vom Bahnhof Genf Cornavin entlang des Seeufers entfernt.


7. Lausanne — Bô Noël

Bester Markt für Atmosphäre in der Waadt

Lausannes Festival, Bô Noël, verwandelt das Gebiet um den historischen Marktplatz und die Altstadt in ein Mehrort-Fest mit Feuershows, einer riesigen beleuchteten Installation auf der Place Centrale und starker Betonung lokaler Waadtländer Produzenten.

Termine: Ende November bis 27. Dezember | Öffnungszeiten: täglich 11:00–21:00 Uhr

Was man essen sollte: Cuchaule (eine Safran-Brioche aus dem nahen Freiburg), Papet vaudois (Lauch-Kartoffel-Gratin mit Saucisson) und Waadtländer Schaumwein.

Anreise: Lausanne liegt an der Hauptbahnlinie Genf–Bern. Ab Genf sind es 40 Minuten; ab Bern 1 Stunde 10 Minuten.


8. St. Gallen — Klosterplatz und Lichterfestival

Spektakulärste Weihnachtsbeleuchtung

St. Gallens Weihnachtsmarkt umgibt den Klosterplatz, den grossen Platz vor dem UNESCO-gelisteten barocken Stiftsbezirk. Das Lichterfestival (Weihnachtsmarkt St. Gallen) beinhaltet eine Ton- und Lichtshow, die auf die Zwillingstürme des Stifts projiziert wird — ein spektakuläres abendliches Schauspiel, das Besucher aus der gesamten Ostschweiz sowie dem benachbarten Österreich und Deutschland anzieht.

Termine: Ende November bis 23. Dezember | Öffnungszeiten: Mo–Do 11:00–21:00, Fr–Sa 10:00–22:00, So 11:00–20:00

Was man essen sollte: St. Galler Bratwurst (die helle, feinstrukturierte weisse Wurst, die Einheimische ohne Senf essen — nie vergessen) und Biber (Honig-Lebkuchen aus Appenzell).

Anreise: St. Gallen liegt 1 Stunde von Zürich per InterCity entfernt. Der Klosterplatz ist 15 Gehminuten vom Bahnhof entfernt.


9. Einsiedeln — Schwarzer See und Klosterplatz

Magischster Kleinstadt-Markt

Einsiedeln beherbergt einen der am meisten übersehenen Weihnachtsmärkte der Schweiz, zentriert auf dem Klosterplatz vor seinem barocken Benediktinerkloster. Das Dorf hat zu Weihnachten eine echte Wallfahrtsatmosphäre, und der Massstab — kompakt, begehbar, mit lokalen Familien unter den Besuchern gemischt — ist eine erfrischende Abwechslung zu den grossstädtischen Märkten.

Die Anreise per Zug ab Zürich (1 Stunde 15 Minuten, Umstieg in Wädenswil) führt durch hübsche Seelandschaft, und der letzte Abschnitt mit der Zahnradbahn sorgt für eine festliche Ankunft.

Termine: Nur Adventswochenenden | Öffnungszeiten: Sa–So 11:00–20:00 Uhr


10. Sion — Marché de Noël de Sion

Bester Markt im Wallis

Sions Weihnachtsmarkt in der Walliser Hauptstadt liegt am Fuss zweier dramatischer Felsenschlösser — Tourbillon und Valeria — die nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet werden. Der Markt hat einen starken regionalen Charakter, mit Walliser Weinen (die Region produziert einige der besten der Schweiz), Raclette von hochgelegenen Alpweiden und Trockenfleisch aus dem Val d’Hérens.

Termine: Ende November bis 23. Dezember | Öffnungszeiten: nur Fr–So, 11:00–21:00 Uhr

Anreise: Sion liegt an der Hauptbahnlinie Lausanne–Brig durch das Rhonetal. Ab Lausanne ist es 1 Stunde; ab Zürich (über Bern) rund 2 Stunden 15 Minuten.


Was man auf Schweizer Weihnachtsmärkten essen und trinken sollte

Schweizer Weihnachtsmärkte haben eine eigene Esskultur, die sich subtil von ihren deutschen und österreichischen Pendants unterscheidet.

Glühwein ist der Ausgangspunkt — heisser Rotwein mit Zimt, Nelken und Orangenschale. Auf Walliser und Waadtländer Märkten findet man ihn oft aus lokalen Weinen (Pinot Noir, Humagne Rouge) statt aus anonymen Mischungen — ein echter Unterschied. Weisser Glühwein (aus Riesling oder Chasselas) wird zunehmend häufiger und ist einen Versuch wert.

Raclette ist das Schweizer Äquivalent zu Pommes auf dem Jahrmarkt: Fast jeder Markt hat eine Raclette-Station, wo Käseräder unter einem Heizelement geschmolzen und über gekochte Kartoffeln geschabt werden. Sions Markt bezieht von lokalen Walliser Molkereien, und der Unterschied in der Käsequalität ist spürbar.

Fondue erscheint auf grösseren Märkten in seinen verschiedenen Schweizer Formen — Fondue moitié-moitié (Gruyère und Vacherin Fribourgeois zu gleichen Teilen), Fondue fribourgeoise (nur Vacherin) und Fondue savoyarde im französischsprachigen Westen. Suchen Sie ein Chalet mit heiss blubbernden Töpfen und Brot an langen Gabeln — es ist gesellig, wärmend und genau richtig für den Dezember.

Lebkuchen — Gewürzkuchen in regionalen Varianten — ist die universelle Süssigkeit. Basels Läckerli ist die raffinierteste Version, gebacken mit Honig, Mandeln, Orangenschale und Kirsch. Appenzells Biber (bärenförmiger Lebkuchen mit Marzipanfüllung) ist die üppigste Variante.

Marrons chauds (geröstete Kastanien) werden im Winter aus Strassenkohlebecken in der ganzen Schweiz verkauft, nicht nur auf Märkten. Der Geruch allein ist Grund genug, im Dezember zu besuchen.

Heisse Schokolade bedeutet in der Schweiz etwas anderes als die Supermarkt-Beutelversion: reichhaltig, dick, oft aus Kuvertüreschokolade von Läderach, Läckerli-Huus oder lokalen Kunstchocolatiers hergestellt. Bestellen Sie sie bei einem Marktchocolatier statt an den generischen Getränkeständen.


Weihnachtsmärkte mit anderen Schweizer Wintererlebnissen kombinieren

Die Schweizer Weihnachtszeit beschränkt sich nicht auf die Märkte selbst. Die Winterinfrastruktur des Landes schafft natürliche Kombinationen.

Märkte + Skitag: Zürich und Luzern sind die besten Basen für diese Kombination. Nehmen Sie den Morgenzug nach Engelberg und Titlis oder Grindelwald, fahren Sie den Tag Ski und kehren Sie rechtzeitig für Glühwein an den Marktständen bis 18:00 Uhr zurück. Der Swiss Travel Pass deckt den Bahnzugang ab; Liftpässe werden separat gekauft.

Märkte + Panoramazüge: Der Glacier Express verkehrt ganzjährig, ebenso der Golden Pass. Eine Winterfahrt zwischen Zermatt und St. Moritz bietet schneebedeckte Alpenlandschaft mit einem Weihnachtsmarkt in St. Moritz am anderen Ende. Der Bernina Express von Chur nach Tirano führt durch eine UNESCO-Landschaft, die unter Schnee besonders dramatisch ist.

Märkte + Spa: Mehrere Märkte liegen in bequemer Reichweite der ausgezeichneten Thermalbadanlagen der Schweiz. Nach einem kalten Dezembernachmittag im Zürcher Wienachtsdorf bieten die Zürcher Thermalbäder mit Panoramablick über die Stadt eine logische Fortsetzung. Siehe den vollständigen Ratgeber Schweizer Spas für weitere Optionen. Vals, Leukerbad und Bad Ragaz haben alle Thermalanlagen, die den ganzen Dezember über geöffnet sind.

Märkte + Winterwandern: Die Wege rund um Luzern, Bern und das Berner Oberland sind auf Talebene oft bis weit in den Dezember hinein schneefrei. Der Ratgeber Winterwandern behandelt die schönsten Routen. Eine Morgenwanderung mit einem Nachmittag auf dem Weihnachtsmarkt zu kombinieren, ist eine der befriedigendsten Arten, einen Schweizer Dezembertag zu verbringen.


Praktische Tipps für den Besuch Schweizer Weihnachtsmärkte

Wann Sie gehen sollten: Wochentage — besonders Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagnachmittage — sind deutlich weniger belebt als Wochenenden. Besuchen Sie am Wochenende, kommen Sie zur Öffnungszeit (11:00 Uhr) und gehen Sie bis 16:00 Uhr vor dem Abendansturm. Die Tage unmittelbar vor Weihnachten (20.–24. Dezember) sind überfüllt, haben aber eine intensive Festenergie.

Was Sie anziehen sollten: Schweizer Dezemberabende sind kalt — typischerweise 0–6 °C im Flachland, oft unter null ab 20:00 Uhr. Schichten Sie richtig: Thermo-Basisschicht, Mittelschicht, ein richtiger Wintermantel, wasserdichte Aussenschicht bei Regen oder Schnee. Wasserdichte Stiefel sind mehr wert als jede Menge Extrasocken. Märkte haben begrenzte Sitzgelegenheiten; Sie werden 2–4 Stunden stehen und gehen.

Transport: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) verkehren häufig und pünktlich zwischen allen grossen Weihnachtsmarktstädten. Der Swiss Travel Pass bietet unbegrenzte Fahrten mit Zügen, Bussen und den meisten Seefähren. Es gibt kaum einen Grund, selbst zu fahren: Alle grossen Schweizer Städte haben überlastetes Parkieren nahe der Altstadtmärkte, und Glühweingenuss schliesst das selbst Fahren ohnehin aus. Prüfen Sie Fortbewegen in der Schweiz für eine vollständige Übersicht.

Parkieren bei Märkten: Müssen Sie mit dem Auto fahren, parkieren Sie am Stadtrand und nutzen Sie Trams oder Busse, um die Marktplätze zu erreichen. Zürichs Park-and-Ride-Optionen umfassen Zürich-Giesshübel und Leimbach; Basel hat mehrere P+R-Anlagen mit Tramanschluss. Rechnen Sie mit CHF 5–15 für einen ganzen Tag Parkieren plus Tramtickets.

Bargeldlos: Schweizer Märkte akzeptieren mittlerweile an fast jedem Stand kontaktlose Kartenzahlung, und viele akzeptieren TWINT (die Schweizer Zahlungs-App). Bargeld ist trotzdem als Backup für kleinere Kunsthandwerksstände nützlich.

Familienfreundlich: Alle grossen Schweizer Weihnachtsmärkte sind ausgezeichnet für Kinder. Zürichs Wienachtsdorf hat eine Eisbahn (Schlittschuhverleih vor Ort), Montreux hat die Père-Noël-Gondel-Ankunft, und die meisten Märkte haben Jahrmarktattraktionen oder Karusselle. Basels Barfüsserplatz-Markt hat einen eigenen Kinderbereich. Planen Sie die Ankunft bei Markteröffnung statt am Abend, wenn kleine Kinder müde werden, bevor die schönste Beleuchtung erscheint.

Budget: Der Eintritt zu allen Märkten ist gratis. Glühwein kostet CHF 5–8 pro Becher (plus ein Depot auf den Becher, meist CHF 5, das bei der Rückgabe zurückerstattet wird). Raclette-Portionen kosten CHF 8–12. Ein Fondue in einem Marktchalet kostet CHF 25–35 pro Person. Rechnen Sie mit CHF 50–80 pro Person für einen angenehmen Nachmittag inklusive Essen, Getränken und einem kleinen Einkauf.


Häufig gestellte Fragen

Muss ich für Schweizer Weihnachtsmärkte Tickets buchen? Nein. Der Eintritt zu jedem grossen Schweizer Weihnachtsmarkt ist gratis und erfordert keine Buchung. Manche begleitenden Veranstaltungen — wie Schlittschuhlaufen im Zürcher Wienachtsdorf oder bestimmte Konzerte — können Tickets erfordern, aber die Märkte selbst stehen allen offen.

Welcher Schweizer Weihnachtsmarkt ist der grösste? Basels Markt, aufgeteilt zwischen Münsterplatz und Barfüsserplatz, ist nach Standanzahl der grösste (über 180 Stände). Zürichs Wienachtsdorf ist der ausgedehnteste Markt an einem einzigen Standort.

Kann ich mehrere Schweizer Weihnachtsmärkte auf einer Reise besuchen? Problemlos. Zürich, Basel und Luzern bilden ein natürliches Dreieck, jeweils innerhalb 1 Stunde per Zug voneinander entfernt. Eine dreitägige Reise kann bequem alle drei Städte plus einen Tagesausflug nach Einsiedeln oder Bern umfassen. Montreux, Lausanne und Genf bilden einen ähnlichen Cluster am Genfersee.

Sind Schweizer Weihnachtsmärkte sonntags geöffnet? Ja, alle grossen Märkte öffnen sonntags, typischerweise von 11:00–20:00 Uhr. Die Öffnungszeiten sind etwas kürzer als samstags.

Was ist der beste Weihnachtsmarkt für Kinder in der Schweiz? Zürichs Wienachtsdorf (Eisbahn, Riesenrad) und Montreux (Père-Noël-Gondel-Ankunft) sind am besten für Kinder geeignet. Einsiedeln hat eine besonders stimmungsvolle Klosterkulisse, die ältere Kinder als einprägsam empfinden.

Gibt es im November einen Weihnachtsmarkt in der Schweiz? Die meisten Märkte öffnen am letzten Freitag im November. Montreux’ Marché de Noël beginnt typischerweise Mitte November und ist damit der früheste grosse Markt des Landes.


Für mehr darüber, was der Dezember in der Schweiz jenseits der Märkte zu bieten hat, siehe den verwandten Blogartikel zu Schweizer Weihnachtsmärkten und den umfassenden Ratgeber Schweiz im Winter.