Quick facts
- Sprache
- Deutsch
- Einwohner
- 134.000
- Nächster Flughafen
- Bern (20 Min.) oder Zürich ZRH (1 Std.)
- Ideal für
- Geschichte, Architektur, UNESCO-Altstadt
Warum Bern besuchen?
Die Schweizer Hauptstadt ist ihr bestgehütetes Geheimnis. Während Zürich und Genf den Löwenanteil der internationalen Besucher auf sich ziehen, macht Bern – eine Stadt von nur 134.000 Einwohnern, in einer dramatischen Schleife der Aare gelegen – still weiter damit, eine der schönsten und lebenswertesten Städte Europas zu sein. Die mittelalterliche Altstadt ist UNESCO-gelistet und ausserordentlich intakt, ein nahezu vollständiges Überleben der Stadtplanung des 15. Jahrhunderts mit sechs Kilometern überdachter Laubengänge (Lauben), die es zu einer der fussläufigsten Städte der Welt unabhängig vom Wetter machen.
Bern fühlt sich sehr anders an als Zürich oder Genf. Es ist weniger kosmopolitisch, tiefer schweizerisch, stärker mit dem ländlichen und landwirtschaftlichen Hinterland des Bernischen Mittellandes verbunden. Die Bernerinnen und Berner gelten als die langsamsten Mundartsprechenden der Schweiz – eine Reputation, die sie mit sanftem Stolz zu umarmen scheinen. Bern ist eine Stadt, die nicht eilt, und sie belohnt Besucher, die denselben Ansatz übernehmen.
Anreise nach Bern
Per Bahn
Berns Centralbahnhof (Bern HB) ist einer der belebtesten Eisenbahnknotenpunkte der Schweiz. Wichtige Reisezeiten: Zürich (57 Min.), Genf (1 Std. 50 Min.), Interlaken (55 Min.), Basel (56 Min.), Luzern (1 Std. 10 Min.), Lausanne (1 Std. 10 Min.). Nahezu jede grössere Schweizer Stadt ist in unter zwei Stunden erreichbar. Der Swiss Travel Pass deckt alle diese Strecken ab.
Per Flugzeug
Der Flughafen Bern bedient eine kleine Anzahl europäischer Strecken, aber die meisten internationalen Besucher kommen über Zürich (Direktzüge nach Bern in 57 Min.) oder Genf (1 Std. 50 Min. mit dem Schnellzug) an.
Die besten Aktivitäten in Bern
Die Altstadt mit den Lauben erkunden
Die Lauben – sechs Kilometer überdachte Sandsteinarkaden, die durchgehend durch die Altstadt verlaufen – sind Berns prägendes Architekturmerkmal und machen es zu einer der angenehmsten Städte der Welt, um bei jedem Wetter zu gehen. Die Arkaden passieren unter den Obergeschossen jahrhundertealter Gebäude, schützen alles von Marktständen und Handwerksgalerien bis zu Designerboutiquen und legeren Restaurants.
Der Zytglogge (Uhrturm)
Der Zytglogge – „Zeitglocke” im Berner Dialekt – ist das markanteste Wahrzeichen der Stadt: ein Torturm aus dem 13. Jahrhundert, der mit einer ausserordentlich aufwendigen astronomischen Uhr gekrönt ist, die seit 1530 die Stunden schlägt. Vier Minuten vor jeder vollen Stunde führt eine mechanische Prozession von Figuren auf dem Zifferblatt auf: ein Narr, eine Prozession von Bären, ein krähender Hahn und die Figur des Vaters Zeit.
Der Rosengarten (Rosengarten)
Für das beste Panorama von Berns ausserordentlicher Altstadthalbinsel gehen oder fahren Sie mit dem Aufzug zum Rosengarten – einem öffentlichen Rosengarten auf einer Terrasse über der Aareschlucht nördlich der Altstadt. Der Blick von hier über den Fluss zur rot bedachten Halbinsel, mit den Alpen an klaren Tagen im Hintergrund, ist das klassische Bern-Panorama.
Der Bärenpark
Berns Name ist traditionell mit dem deutschen Wort für Bär verbunden, und die Stadt hält seit 1513 Bären als Wahrzeichen. Der moderne Bärenpark am Abhang über der Aare ist ein grosses, landschaftlich gestaltetes Gehege, in dem Berns Braunbären unter Bedingungen weit besser als in einem traditionellen Zoo leben. Der Eintritt ist kostenlos.
Das Bundeshaus (Parlamentsgebäude)
Das Schweizer Bundesparlament liegt am Ende der Hauptachse der Altstadt. Das kuppelförmige Bundeshaus kann bei freien geführten Touren besichtigt werden, wenn das Parlament nicht tagt. Die Terrasse davor bietet eine beeindruckende Aussicht über die Aare.
Das Bern Historisches Museum und das Einstein-Haus
Das Bernische Historische Museum ist eines der eindrucksvollsten Geschichtsmuseen der Schweiz. Das Einstein-Museum innerhalb desselben Komplexes dokumentiert Albert Einsteins Jahre in Bern (1902–1909) – er entwickelte hier die spezielle Relativitätstheorie.
Die tatsächliche Wohnung, in der Einstein lebte, ist an der Kramgasse 49 in der Altstadt erhalten, jetzt als Einstein-Haus-Museum geöffnet.
Geführte Stadtführung
Bern: die beste Stadtführung mit einem lokalen Guide.
Übernachtung in Bern
Die Altstadt und das Stadtzentrum
Eine Unterkunft innerhalb der UNESCO-Altstadthalbinsel ist die stimmungsvollste Wahl. Hotels reichen von historischen Betrieben in umgebauten mittelalterlichen Gebäuden bis zu mittelpreisigen internationalen Häusern.
Rund um den Bahnhof
Der Bereich rund um den Bern HB hat gute Hoteloptionen in Fussgängerdistanz, besonders entlang des Bahnhofplatzes.
Essen und Trinken in Bern
Was essen?
Berns Signaturgerichte: Die Berner Platte – eine riesige Auswahl geräucherter, gesalzener und gepökelter Fleischsorten, serviert auf einem Holzbrett mit Sauerkraut, Bohnen und Kartoffeln. Rösti – der Schweizer Kartoffelkuchen – ist ein Berner Beitrag zur nationalen Küche. Das Gericht ist so sehr mit Bern und der deutschsprachigen Schweiz verbunden, dass die Trennlinie zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz umgangssprachlich als Röstigraben bezeichnet wird.
Wo essen?
Die Seitengassen der Altstadt – besonders rund um das Münsterviertel und die Brunngasshalde – haben ausgezeichnete traditionelle Restaurants. Das Matte-Quartier am Fuss der Flussschlucht hat mehr Bohème-Charakter und mehrere gute unabhängige Restaurants.
Tagesausflüge von Bern
Interlaken und die Berner Alpen
Knapp eine Stunde per Bahn entfernt sind Interlaken und das Berner Oberland der offensichtliche Tagesausflug. Ein ganzer Tag erlaubt einen Besuch des Jungfraujochs oder einen Morgen in Grindelwald oder Lauterbrunnen.
Freiburg
Eine halbe Stunde per Bahn liegt Freiburg genau an der Sprachgrenze zwischen der französischen und deutschen Schweiz. Die gotische Kathedrale und die dramatisch gelegene mittelalterliche Altstadt an einer Schlinge der Saane machen es zu einer der interessantesten und am wenigsten besuchten mittelalterlichen Städte des Landes.
Praktische Tipps
Parlamentsbesuche
Kostenlose Touren durch das Bundeshaus sind verfügbar, wenn das Parlament in der Pause ist (typischerweise Januar, April, Juni, August und Oktober). Online buchen über die Website des Schweizer Parlaments.
Mit Einheimischen sprechen
Berns Dialekt – Berndeutsch – gilt als der markanteste und schwierigste unter den Schweizer Deutschen Dialekten zu verstehen. Die Einheimischen sprechen bei Bedarf bereitwillig Hochdeutsch, und die meisten Personen in tourismusnahen Berufen sprechen gut Englisch.
Das Aarewimmen – Berns Sommerritual
Von Juni bis Anfang September macht Bern etwas Bemerkenswertes: Tausende von Einwohnern betreten die Aare im Matte-Quartier am Fuss der Flussschlucht, treiben in der Strömung durch die Stadt für 15–20 Minuten und treten am Schwellenmätteli-Park aus. Die Strömung fliesst mit 2–3 Kilometern pro Stunde. Mehrere ausgewiesene Ein- und Ausstiegspunkte sind klar markiert.
Wann Bern besuchen?
Sommer (Mai bis September) ist die angenehmste Jahreszeit, mit dem Rosengarten in Blüte und der Aare warm genug für das berühmte Aare-Schwimmerlebnis.
Winter ist stimmungsvoll. Berns Weihnachtsmarkt ist ausgezeichnet, im Fokus auf den Altstadtstrassen und dem Bundesplatz. Das kulturelle Leben der Stadt im Innern – das Kunstmuseum Bern hat eine der schönsten Sammlungen der Schweiz – ist in den kälteren Monaten hervorragend.
Häufig gestellte Fragen zu Bern
Wie viele Tage braucht man in Bern?
Ein voller Tag in Bern – der Zytglogge, der Lauben-Spaziergang, der Bundesplatz, der Bärenpark und der Rosengarten-Aussichtspunkt – gibt einen soliden Überblick. Zwei Tage erlauben die Museen, ausgezeichnete Restaurantmahlzeiten und einen Tagesausflug in die Berner Alpen.
Ist Bern teuer?
Bern ist etwas günstiger als Zürich oder Genf, was nach Schweizer Massstäben bedeutet, dass es im Vergleich zu anderen europäischen Städten noch immer sehr teuer ist. Budget CHF 20–30 für ein einfaches Mittagessen, CHF 40–70 für Abendessen in einem Mittelklasserestaurant.