Bernina Express: Route, Tickets und Tipps

Bernina Express: Route, Tickets und Tipps

Quick answer

Lohnt sich der Bernina Express?

Ja. Der Bernina Express ist eine UNESCO-Welterbe-Route mit dramatischen Landschaften wie dem Landwasserviadukt und fährt nach Italien. Zum Preis von CHF 76 für ein Panoramaticket bietet er ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist der Bernina Express?

Der Bernina Express ist ein Panoramazug, der zwischen St. Moritz in der Schweiz und Tirano in Norditalien verkehrt. Er überquert den Berninapass auf 2 253 Metern – der höchste ganzjährig befahrene Alpenübergang ohne Tunnel. Die gesamte Rhätische Bahn-Strecke, auf der er fährt, ist seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe – ausgezeichnet für ihre aussergewöhnlichen Ingenieurleistungen: spiralförmige Schleifen, dramatische Viadukte und eine Steigung von bis zu 70 Promille, alles ohne Zahnstange.

Die Fahrt dauert ca. 2,5 Stunden nur für die Zugstrecke oder länger mit dem Anschlussbus von Tirano Richtung Lugano. Im Vergleich zu den 8 Stunden des Glacier Express ist der Bernina Express kompakt, kraftvoll und bietet wohl mehr Landschaft pro Stunde als jeder andere Zug in den Alpen. Viele Reisende bezeichnen ihn als den besten Panoramazug in der Schweiz – und das Argument ist stark.

Die UNESCO-Welterbe-Route erklärt

Die Albula- und Berninalinien der Rhätischen Bahn wurden gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Begründung hebt drei Aspekte hervor: technische Meisterschaft (die Bahn wurde zwischen 1904 und 1910 mit rein vor-elektrischen Baumethoden gebaut), Landschaftsintegration (die Linie folgt natürlichen Talkonturen, anstatt geradlinig durch Berge zu sprengen) und anhaltende kulturelle Bedeutung (die Bahn hat die Siedlungsmuster in Graubünden über ein Jahrhundert lang geprägt).

Der Bernina Express befährt den Berninalinien-Abschnitt dieser Welterbe-Route. Jede Brücke, jeder Tunnel und jede Kurve auf diesem Zug wurde von der UNESCO als unersetzlich eingestuft. Dieser Kontext ist wichtig, wenn Sie aus den Panoramafenstern blicken – was Sie sehen, ist nicht nur schön, sondern global bedeutsam.

Die vollständige Route

St. Moritz nach Tirano: wichtige Stopps und Fahrzeiten

Die Standardabfahrt am Morgen aus St. Moritz erfolgt ca. um 09:32 Uhr, Ankunft in Tirano ca. um 12:25 Uhr. Eine Nachmittagsabfahrt fährt ca. um 14:00 Uhr, Ankunft Tirano ca. um 16:49 Uhr. Zeiten variieren je nach Saison – auf der Rhätischen Bahn-Website für Ihr genaues Reisedatum prüfen.

St. Moritz (1 775 m): Die Reise beginnt in der glamourösesten Bergresort der Schweiz. Im Winter befindet sich der Bahnhof über dem zugefrorenen See; im Sommer ist der See tiefblau. Der Zug fährt südöstlich durch das obere Engadin.

Pontresina (1 774 m): Erster Halt, 10 Minuten von St. Moritz. Eine ruhigere Alternative zur Bernina-Region, beliebt bei Wanderern und Langläufern. Der Morteratschgletscher ist von hier zu Fuss erreichbar.

Morteratsch (1 896 m): Der Zug fährt nahe am Morteratschgletscher vorbei, einer der dramatischsten Eismassen des Engadins. Markierungssteine entlang des Tals zeigen, wie weit der Gletscher seit den 1880er Jahren zurückgegangen ist – eine ernüchternde und sichtbare Aufzeichnung des Klimawandels. Ein 30-minütiger Spaziergang vom kleinen Bahnsteig bringt Sie zur aktuellen Gletscherzunge.

Ospizio Bernina (2 253 m): Der Gipfel des Passes und der höchste Punkt der Fahrt. Der Lago Bianco (Weisser See), der auf der europäischen Wasserscheide zwischen Rhein und Po liegt, befindet sich neben dem Gleis. Die Landschaft hier ist karg und mondähnlich – baumslos, vollständig alpin. Selbst im Juli gibt es oft Schneefelder.

Alp Grüm (2 091 m): Wohl der dramatischste einzelne Aussichtspunkt der gesamten Route. Der Bahnhof sitzt am Rand einer Klippe, und von der Plattform aus sieht man an einem klaren Tag weit ins Puschlav tief nach Italien hinein. Die Temperatur kann im Vergleich zu Tirano im Tal unten um 15 Grad fallen. Ein Restaurant am Bahnhof dient den Reisenden seit 1899.

Poschiavo (1 014 m): Die Hauptstadt des italienischsprachigen Puschlav, noch in der Schweiz. Die Altstadt hat spanisch anmutende Architektur – Nachfahren von Auswanderern des 18. Jahrhunderts nach Spanien kehrten mit Vermögen heim und bauten entsprechend. Der Zug windet sich in einer bemerkenswert engen Kurve durch das Dorf.

Le Prese und Miralago: Zwei Stationen am Ufer des Lago di Poschiavo, einem Warm-Wasser-See, der 1 000 Meter unter dem Alpenpass liegt. Schwimmen im Sommer. Der Kontrast zu Ospizio Bernina, 40 Minuten früher erreicht, ist verblüffend.

Brusio (780 m): Heimat des berühmten Brusio-Kreisviadukts – eine spiralförmige Schleife, in der der Zug eine 360-Grad-Drehung vollzieht, um an Höhe zu verlieren, während er in einem engen Tal bleibt. Sie können den gesamten Kreis aus den Fenstern sehen. Es ist eine der meistfotografierten Eisenbahnstrukturen der Welt.

Tirano (429 m): Die italienische Grenzstadt, wo die Reise endet. Technisch in Italien, erfordert Tirano keine Passkontrolle aus der Schweiz (beide Länder sind im Schengen-Raum). Die Stadt hat eine berühmte Wallfahrtsbasilika aus dem 16. Jahrhundert (Madonna di Tirano) direkt neben dem Bahnhof. Zeit für einen Kaffee und einen Rundgang, bevor Sie zurückfahren.

Ticketpreise 2026

Zugtickets (St. Moritz nach Tirano, einfach)

TickettypPreis
Panorama 2. KlasseCHF 76
Panorama 1. KlasseCHF 134

Sitzplatzreservierung

Im Gegensatz zum Glacier Express ist die Bernina Express-Reservierung für die meisten Verbindungen optional. In der Hochsaison (Juli–August) werden Reservierungen jedoch dringend empfohlen, wenn die Züge komplett voll sind. Die Reservierung kostet CHF 14 für beide Klassen.

Busverlängerung nach Lugano

Ein anschliessender Bernina Express-Bus fährt von Tirano nach Lugano, durch das Valchiavenna und entlang des Comer Sees. Das verlängert die Reise um ca. 3,5 Stunden und kostet zusätzlich CHF 20–30. Die Busverlängerung macht die Reise zu einem vollständigen Alpenquerungserlebnis vom Engadin bis zum Luganer See und ist besonders beliebt als Einwegstrecke ohne Umwege.

Buchung Ihrer Tickets

Direkt über die Rhätische Bahn (rhb.ch) oder SBB oder über GetYourGuide buchen:

Mindestens 3–4 Wochen im Voraus für Juli- und Augustreisen buchen. Andere Monate sind weniger unter Druck, aber Wochenenden können trotzdem voll sein.

Swiss Travel Pass-Abdeckung

Der Swiss Travel Pass deckt den Schweizer Anteil des Bernina Express (St. Moritz bis zur italienischen Grenze bei Campocologno) ohne Aufpreis ab. Der kleine Abschnitt von der Grenze nach Tirano ist technisch in Italien und nicht vom Pass abgedeckt, aber in der Praxis sind die Kosten für diesen Abschnitt minimal und oft im Durchgangsticket enthalten, das neben dem Pass gekauft wird.

Die optionale Sitzplatzreservierung (CHF 14) ist nicht im Swiss Travel Pass enthalten und muss separat bezahlt werden.

Der Bernina Express zählt als ein Reisetag auf einem Swiss Travel Flex Pass.

Beste Sitzplätze im Bernina Express

Fahrt St. Moritz nach Tirano: auf der linken Zugseite sitzen. Das Brusio-Kreisviadukt ist von der linken Seite Richtung Süden am besten sichtbar. Der Abstieg ins Puschlav öffnet sich ebenfalls auf der linken Seite.

Fahrt Tirano nach St. Moritz: rechts sitzen. Das Viadukt erscheint auf der rechten Seite beim Aufstieg nordwärts, und die Aussichten Richtung Pass sind auf der rechten Seite hervorragend beim Näherkommen an Alp Grüm.

Beide Richtungen: Die Panoramafenster erstrecken sich fast bis zur Decke, sodass die Aussicht von jedem Platz gut ist. Wichtig ist ein Fensterplatz statt eines Gangplatzes, und darauf achten, nicht hinter einem Pfeiler zu sitzen.

Tischplätze vs. Einzelplätze: Tischkonfigurationen (vier Plätze um einen kleinen Tisch) sind bei Familien und Gruppen beliebt. Einzelne Sitzpaare nach vorne oder hinten sind für Alleinreisende vorzuziehen, die einen ungehinderten Vorwärtsblick möchten.

Panoramawagen vs. Standardwagen

Die Rhätische Bahn betreibt zwei Typen von Rollmaterial auf der Bernina-Route:

Panoramawagen: Das Premiumrollmaterial speziell für den Bernina Express-Dienst. Diese haben grosse, geschwungene Fenster, die bis ins Dach reichen und dramatische Himmelsaussichten über Ospizio Bernina und über den Viadukten bieten. Die Reservierungsgebühr sichert Ihnen einen garantierten Platz in diesen Wagen.

Standardwagen: Verwendet in regulären Regionalzügen (nummerierte Verbindungen, nicht der designierte Bernina Express). Die Fenster sind kleiner und das Erlebnis funktionaler. Diese Züge fahren auf derselben Strecke zu niedrigeren Preisen ohne Aufpreis – eine legitime Budget-Option, die viele Kenner nutzen.

Bei knappem Budget den regulären Regionalzug nehmen. Die Strecke ist identisch. Sie verlieren die Panorama-Deckenfenster, sparen aber erheblich. Reservierungen sind für den Regionalzug nicht erforderlich.

Was entlang des Weges zu sehen: Die Höhepunkte

Landwasserviadukt

Der Landwasserviadukt ist wohl die bekannteste Eisenbahnstruktur der Schweiz. Das sechsbögige Steinviadukt schwingt sich anmutig in einem Bogen und verschwindet direkt in eine Felswand – keine Zufahrtsstrasse, keine Abbiegung, nur das Viadukt und dann der Berg. Mit 65 Metern Höhe und 136 Metern Länge ist es relativ bescheiden in der Grösse, aber aussergewöhnlich in der Gestaltung.

Der Bernina Express überquert den Landwasserviadukt als Teil seiner Route durch das Albulaval (der nördliche Abschnitt). Beim Start in Chur oder Thusis via Filisur überqueren Sie ihn. Bei Einstieg in St. Moritz fehlt dieses spezifische Viadukt – es liegt nördlich des Bernina Express-Ursprungsorts St. Moritz.

Das Brusio-Kreisviadukt, exklusiv auf der Bernina-Route, entschädigt mehr als genug.

Morteratschgletscher

Zwischen Pontresina und dem Pass vom Zug sichtbar, ist der Morteratschgletscher einer der zugänglichsten grossen Gletscher der Alpen. Die Eiszunge hat sich dramatisch zurückgezogen – Markierungspfosten im Tal datieren die Position des Gletschers jedes Jahrzehnt seit den 1880er Jahren, und der Rückzug ist über Hunderte von Metern sichtbar. Er bleibt beeindruckend und weitläufig aus dem Zugfenster, besonders im Frühling bei noch bedeutender Schneebedeckung.

Das Brusio-Spiralviadukt

Einzigartig im Welteisenbahnbau erlaubt das Brusio-Kreisviadukt dem Zug, in einem engen Tal Höhe abzubauen, indem er eine vollständige 360-Grad-Schleife vollzieht. Beim Kurvenfahren durch das Viadukt können Sie von den hinteren Wagen die Lokomotive Ihres eigenen Zuges sehen. Es dauert ca. 90 Sekunden, es zu durchqueren. Die Kamera sollte bereit sein.

Alp-Grüm-Aussichtspunkt

Selbst wenn der Zug nur kurz in Alp Grüm hält, auf dem Bahnsteig auf die italienische Seite treten. Die Aussicht nach Süden über das Puschlav – Weinberge, ein von Palmen gesäumter See, italienische Dörfer – von einem Stützpunkt über 2 000 Metern aus ist einer der dramatischsten geografischen Übergänge der Schweiz. Das Restaurant in Alp Grüm ernährt Reisende seit 1899.

Bernina Express und Glacier Express kombinieren

Das klassische mehrtägige Reiseprogramm fährt beide Züge hintereinander: den Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz (ein Tag), dann den Bernina Express von St. Moritz nach Tirano (am folgenden Morgen). Von Tirano aus können Sie per Busverlängerung nach Lugano fahren, per Italienischem Zug Richtung Mailand oder zurück nach St. Moritz und per Zürich-Flug nach Hause.

Diese Kombination deckt die volle Breite der Schweizer Alpen in zwei unvergesslichen Tagen der Bahnreise ab. Unsere 7-Tage-Schweiz-Reiseroute zeigt, wie beide Züge in eine breitere Reise passen, und unser Glacier Express vs. Bernina Express-Vergleich hilft, wenn Sie nur einen wählen können.

Praktische Tipps

Tipp 1 – Die Morgenabfahrt ab St. Moritz nehmen. Nachmittagswolken können sich bis Mittag im Sommer über dem Berninapass aufbauen, und das Morgenlicht auf den Gletschern ist überlegen. Die Abfahrt um 09:32 Uhr aus St. Moritz erreicht Tirano um 12:25 Uhr und lässt den Nachmittag in Italien frei.

Tipp 2 – In Alp Grüm aussteigen. Einen späteren Bernina Express oder Regionalzug nehmen, wenn Sie 30–60 Minuten in Alp Grüm verbringen möchten. Die Wanderung von Alp Grüm nach Poschiavo durch die Alp ist im Sommer wunderschön und dauert ca. 2,5 Stunden.

Tipp 3 – In Schichten anziehen. Der Temperaturunterschied zwischen Tirano (im Sommer oft 25–30 °C) und Ospizio Bernina (oft 5–10 °C) ist drastisch. Im August eine Jacke mitnehmen: unten möglicherweise heiss, oben definitiv kalt.

Tipp 4 – Nach dem Trenino Rosso del Bernina schauen. Der gewöhnliche Rhätische Bahn-Regionalzug (nicht der Bernina Express Panoramaservice) fährt dieselbe Strecke auf denselben Gleisen zu günstigeren Preisen und ohne Reservierungspflicht. Einheimische nennen ihn den Trenino Rosso (Kleines rotes Züglein). Kein Reservierung erforderlich, kleinere Fenster, aber identische Aussichten. Diese Option nutzen, wenn der Bernina Express ausgebucht ist.

Tipp 5 – Die umgekehrte Richtung erwägen. Der Aufstieg von Tirano nach St. Moritz bietet eine andere Perspektive – Sie klettern durch das Tal, anstatt abzusteigen, und das Brusio-Viadukt sieht von unten leicht anders aus. Für Reisende ab Lugano oder der italienischsprachigen Schweiz ist der Start in Tirano ebenso logisch.

Tipp 6 – Die Busverlängerung nach Lugano nutzen. Für eine Einwegfahrt ohne Umkehr ist der Bernina Express-Bus von Tirano nach Lugano eine der unterschätztesten Panoramarouten der Schweiz, entlang der Comer-See-Ufer durch italienische Dörfer, bevor er zurück in die Schweiz fährt.

Anreise nach St. Moritz

Ab Zürich: IC nach Chur (1 Std. 10 Min.), dann Rhätische Bahn nach St. Moritz (2 Std.). Insgesamt ca. 3 Std. 15 Min.

Ab Mailand: Zug nach Tirano (2 Std. 15 Min.), dann Bernina Express nach St. Moritz (2 Std. 30 Min.). Ein wunderschöner Ansatz von der italienischen Seite.

Ab Zürich Flughafen: Direkter IC nach Chur, dann Anschluss – ca. 3,5 Stunden.

Wetter und saisonale Überlegungen

Sommer (Mitte Juni bis September): Das beste Fenster für klaren Himmel und Zugang zu allen Haltepunkten. Morteratsch-Wanderungen, Alp-Grüm-Wanderungen und Poschiavo-Wärme alle auf dem Höhepunkt. Hochsaison – frühzeitig buchen.

Herbst (Oktober): Die Lärchen im Engadin und um Pontresina werden leuchtend bernstein- und orangefarben. Morteratsch-Aussichten sind an klaren Tagen ausgezeichnet. Weniger Touristen, einfachere Buchungen.

Winter (Dezember bis April): Die Strecke fährt ganzjährig, was selbst eine Ingenieurleistung ist – der Pass bleibt dank sorgfältigem Gleismanagement und Schneepflügen offen. Die Winterlandschaft ist beeindruckend. Ospizio Bernina ist oft tief verschneit. Poschiavo und Tirano wirken mediterran im Vergleich. Ein bemerkenswerter jahreszeitlicher Kontrast.

Frühling (Mai bis Juni): Schnee in der Höhe noch vorhanden, aber die Blumen im unteren Tal und die Gletscher sind dramatisch. Kann ruhig und lohnenswert sein.

Der Bernina Express ist kürzer, günstiger und erschwinglicher als der Glacier Express, doch die Landschaft ist wohl dichter und vielfältiger. Für Reisende, die zwischen beiden wählen, gewinnt der Bernina Express in puncto reiner landschaftlicher Intensität pro Stunde. Für das vollständige alpine Querungserlebnis ist der Glacier Express unübertroffen. Unser detaillierter Vergleichsleitfaden untersucht beide Optionen in jeder Entscheidungsdimension.

Häufig gestellte Fragen zum Bernina Express

Wie lange dauert die Bernina Express-Fahrt?

Der reine Zugabschnitt von St. Moritz nach Tirano dauert ca. 2,5 Stunden. Mit dem Anschluss-Bernina Express-Bus von Tirano nach Lugano erstreckt sich die Gesamtreise auf ca. 6 Stunden. Das ist deutlich kürzer als der 8-stündige Glacier Express.

Muss der Bernina Express im Voraus gebucht werden?

Sitzplatzreservierungen sind bei den meisten Bernina Express-Verbindungen optional, anders als die obligatorischen Reservierungen beim Glacier Express. In Juli und August füllen sich die Panoramawagen jedoch vollständig, sodass eine Buchung 3–4 Wochen im Voraus für Sommerreisen dringend empfohlen wird.

Deckt der Swiss Travel Pass den Bernina Express ab?

Der Swiss Travel Pass deckt den Grundfahrpreis für den gesamten Schweizer Anteil der Route (St. Moritz bis zur italienischen Grenze) ab. Die optionale Sitzplatzreservierung (CHF 14) ist nicht vom Pass abgedeckt und muss separat bezahlt werden.

Auf welcher Seite sollte ich im Bernina Express sitzen?

Für die Fahrt von St. Moritz nach Tirano links sitzen für die besten Aussichten auf das Brusio-Spiralviadukt und den Abstieg ins Puschlav. In Gegenrichtung (Tirano nach St. Moritz) rechts sitzen. Die Panoramafenster reichen fast bis zur Decke, daher sind die Aussichten von jedem Platz gut, aber Fensterplätze sind Gangplätzen klar vorzuziehen.

Ist der Bernina Express besser als der Glacier Express?

Die beiden Züge bieten unterschiedliche Erlebnisse. Der Bernina Express ist kürzer (2,5 Std. vs. 8 Std.), günstiger, fährt nach Italien und bietet wohl mehr landschaftliche Vielfalt pro Stunde. Der Glacier Express deckt einen längeren Alpenübergang mit der Rheinschlucht und dem Oberalppass ab. Viele Reisende fahren beide an aufeinanderfolgenden Tagen, mit Verbindung in St. Moritz.

Kann ich statt des Bernina Express einen regulären Zug nehmen?

Ja, der gewöhnliche Rhätische Bahn-Regionalzug (lokal Trenino Rosso genannt) fährt auf denselben Gleisen zu günstigeren Preisen und ohne Reservierungspflicht. Die Fenster sind kleiner, aber die Aussichten sind identisch. Das ist eine legitime Budget-Alternative und nützlich, wenn der Bernina Express ausgebucht ist.