Glacier Express: der vollständige Buchungsführer
Was kostet der Glacier Express?
Der Glacier Express kostet CHF 153–313 je nach Klasse. Eine obligatorische Sitzplatzreservierung (CHF 49 pro Person, ab Dezember 2025 CHF 54) ist zusätzlich zum Ticket oder Swiss Travel Pass erforderlich.
Was ist der Glacier Express?
Der Glacier Express ist eine der bekanntesten Panoramabahnreisen der Welt. Er verkehrt zwischen Zermatt und St. Moritz im Herzen der Schweizer Alpen. Der Marketingslogan «der langsamste Schnellzug der Welt» ist durchaus zutreffend – diese 291 Kilometer lange Fahrt dauert etwa 8 Stunden, überquert 291 Brücken, passiert 91 Tunnel und erreicht auf dem Oberalppass den höchsten Punkt bei 2 033 Metern über Meer.
Es handelt sich nicht um eine schnelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Es ist eine fahrende Aussichtsplattform durch einige der dramatischsten Berglandschaften Europas, und eine gute Planung macht einen wesentlichen Unterschied für Ihr Erlebnis. Dieser Reiseführer behandelt alles: die vollständige Route, Ticketpreise 2026, Klassenunterschiede, den Swiss Travel Pass, die Sitzplatzwahl und praktische Details, die die meisten Buchungsseiten auslassen.
Die vollständige Route: Zermatt–St. Moritz (oder umgekehrt)
Der Zug fährt täglich in beide Richtungen. Die meisten Reisenden nehmen ihn von West nach Ost – Zermatt nach St. Moritz –, weil die meistfotografierten Landschaften, darunter die Rheinschlucht und die Gegend um den Landwasserviadukt, auf der rechten Zugseite in dieser Richtung liegen. Die umgekehrte Fahrt (St. Moritz nach Zermatt) ist ebenso reizvoll und ebenso spektakulär, nur mit etwas anderer Belichtung und Perspektive.
Wichtige Stationen und Fahrzeiten
Die Gesamtfahrt hält an ca. 20 Stationen. Die wichtigsten mit ungefähren Zeiten ab Zermatt bei der morgendlichen Standardabfahrt:
- Zermatt — Abfahrt ca. 09:00 Uhr
- Visp — 10:00 Uhr (Umsteigeort ab Brig und der Hauptlinie)
- Brig — 10:20 Uhr (optionaler Einstieg, erreichbar per IC ab Genf, Zürich und Lausanne)
- Fiesch — 11:10 Uhr (Ausgangspunkt für Aletschgletscher-Wanderungen)
- Andermatt — 12:45 Uhr (Mittagspause, ca. 30–45 Minuten)
- Disentis — 14:15 Uhr (Benediktinerkloster vom Zug sichtbar)
- Ilanz — 14:50 Uhr (Beginn des Rheinschluchten-Abschnitts)
- Chur — 15:50 Uhr (Hauptstadt Graubündens, optionaler Ausstieg)
- Thusis — 16:20 Uhr (Eingang in die Albula-Region)
- Filisur — 17:00 Uhr (Landwasserviadukt)
- Samedan — 17:45 Uhr
- St. Moritz — Ankunft ca. 17:55 Uhr
Zeiten variieren je nach Saison und Jahr – immer vor der Buchung bei SBB oder der Rhätischen Bahn prüfen.
Die drei landschaftlichen Höhepunkte
1. Der Oberalppass (2 033 m): Der höchste Punkt der Reise, gegen Mittag erreicht. Im Winter fährt der Zug durch Schneewände, die mehrere Meter hoch auf beiden Seiten stehen. Im Sommer öffnen sich Alpwiesen über dem Plateau. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen dem Rhein- und dem Rhone-Flusssystem.
2. Die Rheinschlucht (Ruinaulta): Oft als «Schweizer Grand Canyon» bezeichnet – dieser Abschnitt zwischen Ilanz und Reichenau-Tamins führt durch eine bewaldete Kalksteinschlucht, geformt vom jungen Rhein. Der Fluss erscheint weit unten zwischen hohen weissen Felsen. Dies ist wohl die beeindruckendsten 30 Minuten der Reise.
3. Der Landwasserviadukt-Bereich: Der Landwasserviadukt ist eines der meistfotografierten Bauwerke der Schweiz – ein sechsbögiges Steinviadukt, das direkt in einen Tunneleinschnitt im Fels mündet. Der Glacier Express überquert dieses Viadukt nicht (das bleibt dem Bernina Express und anderen Rhätischen Bahn-Diensten vorbehalten), fährt aber durch dasselbe Albulatat, welches selbst eine UNESCO-Welterbe-Landschaft aus Tunneln und Schleifen ist.
Ticketpreise 2026
Preise für 2026 wie folgt (volle Erwachsenenpreise, einfache Fahrt):
| Klasse | Preis |
|---|---|
| 2. Klasse | CHF 153 |
| 1. Klasse | CHF 265 |
| Excellence Class | CHF 313 (Aufpreis über 1. Klasse) |
Diese Grundfahrpreise decken nur die Bahnfahrt ab. Eine obligatorische Sitzplatzreservierung muss zusätzlich erworben werden:
| Reservierung | Preis |
|---|---|
| 2. Klasse | CHF 49 pro Person (ab Dezember 2025: CHF 54) |
| 1. Klasse | CHF 49 pro Person (ab Dezember 2025: CHF 54) |
| Excellence Class | CHF 490–540 all-inclusive (keine separate Reservierungsgebühr) |
Swiss Travel Pass-Inhaber bezahlen den Grundfahrpreis nicht, müssen aber dennoch die Reservierungsgebühr entrichten (CHF 49, ab Dezember 2025: CHF 54). Dies ist eine häufige Quelle der Verwirrung – der Pass ist bei diesem speziellen Zug nicht «all-inclusive».
Buchung Ihrer Tickets
Option 1: Direkt über die Rhätische Bahn oder SBB buchen
Die Rhätische Bahn (RhB) betreibt den Glacier Express gemeinsam mit der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB). Sie können über die SBB-Website oder -App oder direkt über rhb.ch buchen. Dies ist die flexibelste Option, da Sie spezifische Sitzplätze wählen können.
Option 2: Über GetYourGuide buchen
Für eine bequeme All-in-one-Buchung bietet GetYourGuide Glacier Express-Tickets an:
- Glacier Express 1. Klasse — Zermatt nach St. Moritz
- Glacier Express 2. Klasse — Zermatt nach St. Moritz
Wie weit im Voraus buchen
Mindestens 4–6 Wochen im Voraus für Sommerreisen (Juli–August), wenn der Zug an beliebten Abfahrtsdaten ausgebucht ist. Frühling und Herbst bieten mehr Flexibilität, aber stark frequentierte Tage rund um Schweizer Feiertage können sich ebenfalls füllen. Winterabfahrten (Dezember–März) sind überraschend beliebt wegen der Schneelandschaft – buchen Sie diese mindestens 3–4 Wochen voraus.
Swiss Travel Pass und der Glacier Express
Der Swiss Travel Pass deckt den Grundfahrpreis des Glacier Express ab. Inhaber eines 2.-Klasse-Passes fahren kostenlos in der 2. Klasse; 1.-Klasse-Pass-Inhaber fahren kostenlos in der 1. Klasse. Was NICHT abgedeckt ist, ist die obligatorische Sitzplatzreservierung, die separat erworben werden muss (CHF 49, ab Dezember 2025: CHF 54).
Bei einem Flex-Pass zählt der Glacier Express als ein Reisetag, unabhängig davon, ob Sie an diesem Tag nur diesen Zug nehmen oder ihn mit anderen Verbindungen kombinieren.
Das Halbtax reduziert das Grundticket um 50 %, hebt aber die Reservierungspflicht nicht auf. Die Reservierung selbst wird nicht durch das Halbtax vergünstigt.
Züge fahren im Sommer (Juni–September) zweimal täglich und im Winter einmal täglich.
1. Klasse vs. 2. Klasse: Lohnt sich das Upgrade?
Beide Klassen haben Panoramafenster, obwohl die 1.-Klasse-Fenster merklich grösser sind. Die wichtigsten Unterschiede:
2. Klasse:
- Standard-Panoramafenster
- Sitze in Vierergruppen gegenübersitzend mit Tisch oder Paare
- Tischservice verfügbar (Bestellung vom Sitz aus)
- Für die Fahrt vollkommen ausreichend – die meisten Reisenden wählen diese Option
1. Klasse:
- Breitere, bequemere Sitze
- Grössere Panoramafenster mit besserem Sichtfeld
- Ruhigeres, weniger belebtes Abteil
- Voller Tischservice inklusive
- Empfohlen, wenn Sie ein entspannteres, geräumigeres Erlebnis wünschen
Excellence Class:
- Nur bei ausgewählten Abfahrten verfügbar
- Einzel- oder Doppelsitze mit direktem Fensterbezug und 180-Grad-Aussicht
- Gourmet-Mehrgangmenü inklusive (vom Bordkoch zubereitet)
- Willkommenssekt, persönlicher Service
- CHF 490–540 all-inclusive – eine erhebliche Investition, aber für besondere Anlässe wirklich aussergewöhnlich
Für die meisten Reisenden, die die Route einmal fahren, ist die 2. Klasse völlig zufriedenstellend. Die Landschaft ist dieselbe, und die Panoramafenster vermitteln das Erlebnis. Upgraden Sie zur 1. Klasse, wenn Sie Gedränge scheuen oder einen bequemeren Sitz für die gesamte 8-stündige Fahrt wünschen.
Die besten Sitzplätze
Auf der rechten Seite des Zuges sitzen bei der Fahrt Zermatt–St. Moritz. So befinden Sie sich für den grössten Teil der Rheinschluchten-Passage auf der Talseite und haben bessere Winkel für den Abstieg vom Oberalppass. Die linke Seite bietet ebenfalls Aussichten – es gibt 8 Stunden Landschaft auf jeder Seite –, aber die rechte Seite erfasst die bekanntesten Momente.
Fahrt St. Moritz–Zermatt? Links sitzen. Die Logik kehrt sich um.
Fenster- vs. Gangplätze: Die Fenster sind gross genug, dass selbst Gangplätze anständige Aussichten bieten, aber wählen Sie wenn möglich den Fensterplatz. Familien mit Kindern profitieren oft von den Vierer-Tischkonfigurationen.
Meiden Sie Plätze direkt neben dem Servicebereich oder dem Gepäckbereich – diese können lauter und etwas beengt sein.
Bei der Buchung direkt über SBB oder RhB ist der Sitzplan während des Buchungsprozesses verfügbar. Nehmen Sie sich Zeit, spezifische Plätze auszuwählen, statt eine zufällige Zuweisung zu akzeptieren.
Was Sie an Bord erwartet
Mahlzeiten und das Esserlebnis
Der Glacier Express ist für seinen Bordservice bekannt. Eine gedruckte Speisekarte ist in mehreren Sprachen verfügbar, und ein Servierwagen fährt durch den Zug. Mahlzeiten werden an Bord zubereitet und am Platz serviert.
Erwarten Sie CHF 25–45 für ein Hauptgericht. Das Essen ist gute Bahnküche – kein Feinschmeckerrestaurant, aber wirklich zufriedenstellend. Das Mittagsmenü ist ein gutes Angebot und beinhaltet Vorspeise, Hauptgang und Dessert. Wein, Bier und Erfrischungsgetränke sind erhältlich.
Der Frühstücksservice läuft in den ersten ein bis zwei Stunden der Fahrt. Der Mittagsservice hat seinen Höhepunkt zwischen 11:30 und 14:00 Uhr. Wer in aller Ruhe essen möchte, sollte früh bestellen, um das belebteste Servicefenster zu vermeiden.
Eigene Speisen und Getränke an Bord mitzubringen ist erlaubt und verbreitet. Viele Reisende packen ein Picknick von Bäckereien in Zermatt oder St. Moritz. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Mitgebrachten.
Gepäck
Grosses Gepäck kann per SBB-Gepäckdienst (Reisegepäck) voraustransportiert werden. Dies kostet ca. CHF 26–40 pro Stück und ist sehr empfehlenswert, wenn Sie zwischen Hotels an beiden Enden wechseln. Der Dienst holt beim Hotel ab und liefert zum Zielhotel – in der Regel am nächsten Tag.
Im Zug selbst sind Gepäckablagen an den Enden jedes Wagens und über den Sitzen vorhanden. Im Sommer wird der Zug voll, daher ist kompaktes Gepäck praktischer.
Audiokomentar
Der Glacier Express stellt kostenlose Audiokommentar-Kopfhörer zur Verfügung, die auf Deutsch und anderen Sprachen die Highlights entlang der Route beschreiben. Diese sind zu Beginn der Fahrt erhältlich und erklären, was Sie sehen, während sich die Landschaft verändert. Der Kommentar ist wirklich informativ – nutzen Sie ihn.
WLAN und Konnektivität
Das Mobilsignal ist in den alpinen Abschnitten und Tunneln lückenhaft. Es gibt kein WLAN an Bord. Laden Sie Karten und Lesematerial vor der Abfahrt herunter. Betrachten Sie das als Feature, nicht als Fehler – die Fahrt selbst ist der Zweck.
Praktische Tipps
Tipp 1 – Versuchen Sie nicht, beide Richtungen an einem Tag zu fahren. Der Glacier Express ist in jede Richtung 8 Stunden lang. Planen Sie eine Richtung, dann nutzen Sie andere Transportmittel für die Rückfahrt falls nötig.
Tipp 2 – Ab Zermatt für besseres Morgenlicht starten. Die Abfahrt nach Osten trifft in den Morgenstunden das beste Licht auf den Talböden.
Tipp 3 – Die Andermatt-Mittagspause bewusst einplanen. Der Zug hält in Andermatt ca. 30–45 Minuten um die Mittagszeit. Aussteigen, durch das Dorf gehen und wieder einsteigen. Es ist eine echte Pause und gibt Ihnen die einzige Gelegenheit, die Beine in der Mitte der Fahrt zu vertreten.
Tipp 4 – Wettervorhersage prüfen. Die Fahrt ist bei jedem Wetter bemerkenswert, auch bei Nebel und Regen, aber klare Tage sind aussergewöhnlich. Falls Ihre Reise flexibel ist, prüfen Sie ein paar Tage voraus und buchen Sie den klarsten Tag.
Tipp 5 – Erwägen Sie, die Fahrt zu unterbrechen. Andermatt, Chur und Disentis sind alle lohnenswerte Übernachtungsstopps, wenn Sie die Regionen erkunden möchten, die Sie passieren. Das Ticket erlaubt eine Fahrtunterbrechung und Weiterreise am nächsten Tag, aber Reservierungsregeln können eine neue Buchung für den zweiten Abschnitt erfordern.
Tipp 6 – Mit dem Bernina Express kombinieren. Das klassische Schweizer Panoramazug-Reiseprogramm fährt den Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz und nimmt dann am nächsten Morgen den Bernina Express von St. Moritz nach Tirano (Italien) oder Lugano. Zusammen bilden sie das vollständigste alpine Bahnerlebnis der Schweiz.
Wann fahren
Sommer (Juni–September): Das beliebteste Fenster. Wildblumen in den Hochtälern, alle Bergstrassen geöffnet, lange Tageslichtstunden. Frühzeitig buchen.
Herbst (Oktober–Anfang November): Dramatisch unterschätzt. Die Lärchenwälder werden goldorange, besonders um Disentis und das Engadin. Weniger Gedränge, einfachere Buchungen.
Winter (Dezember–März): Schnee verwandelt die Fahrt. Die Schneewände des Oberalpasses können auf beiden Seiten der Gleise 3–4 Meter hoch werden. Kalt, aber spektakulär. Warme Kleidungslagen mitbringen, auch wenn die Wagen beheizt sind – die Fenster werden kalt, und Sie sitzen 8 Stunden.
Frühling (April–Mai): Variabel. Schnee auf grossen Höhen noch vorhanden, aber manche Pässe und Strassen können teilweise gesperrt sein. Bedingungen vor der Buchung prüfen. Kann sehr ruhig und lohnenswert sein.
Wichtig: Der Glacier Express verkehrt in der Regel von Mitte Oktober bis Mitte Dezember nicht. Prüfen Sie die offiziellen Betriebsdaten 2026 vor der Buchung.
Anreise nach Zermatt (Startpunkt)
Zermatt ist autofrei. Die Anreise erfolgt ausschliesslich per Zug. Ab:
- Genf: IC nach Visp (2 Std. 15 Min.), dann Matterhorn Gotthard Bahn nach Zermatt (1 Std. 20 Min.). Insgesamt ca. 3 Std. 40 Min.
- Zürich: IC nach Brig (2 Std. 00 Min.), dann MGB nach Zermatt (1 Std. 20 Min.). Insgesamt ca. 3 Std. 20 Min.
- Bern: IC nach Visp (1 Std. 30 Min.), dann MGB nach Zermatt (1 Std. 20 Min.). Insgesamt ca. 3 Std.
Sie können den Glacier Express auch in Brig oder Visp statt in Zermatt besteigen, wenn Ihre Route das einfacher macht. Die Landschaft beginnt sofort ab beiden Anschlusspunkten.
Abreise ab St. Moritz (Endpunkt)
St. Moritz ist über das weitere Bahnnetz erreichbar via:
- Chur: 2 Stunden mit der Rhätischen Bahn (mehrere Verbindungen täglich), dann IC nach Zürich (1 Std. 10 Min.).
- Bernina Express: Von St. Moritz nach Tirano in Italien (2 Std. 30 Min.), Anschluss an italienische Züge Richtung Mailand oder den Trenino Rosso del Bernina für die Rückfahrt.
- Postauto: Verschiedene Regionalbus-Verbindungen nach Davos, Scuol und ins Engadin.
Häufig gestellte Fragen zum Glacier Express
Können Kinder mit dem Glacier Express fahren? Ja. Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos; Kinder 6–16 mit einer Kinder-Mitreisekarte (zur Erwachsenenkarte) fahren ebenfalls kostenlos. Die Reservierungsgebühr gilt weiterhin. Die Fahrt ist lang für kleine Kinder – Aktivitäten mitbringen und überlegen, ob 8 Stunden im Zug zur Familie passt.
Ist der Zug für Rollstuhlfahrende zugänglich? Ja. Die Rhätische Bahn hat barrierefreie Wagen mit ausgewiesenen Rollstuhlplätzen. Telefonisch oder per E-Mail direkt bei RhB buchen, um sicherzustellen, dass der barrierefreie Wagen reserviert ist. Nicht alle Verbindungen haben identische Konfigurationen, also vorher bestätigen.
Was, wenn der Zug gestrichen oder verspätet wird? Erhebliche Wetterunterbrechungen (Lawinen, Stürme) können zu Verspätungen oder Teilstreichungen führen. In diesem Fall werden Passagiere von SBB und RhB umgeleitet oder erhalten Rückerstattungen. Eine Reiseversicherung, die Verspätungen abdeckt, ist für diese Fahrt besonders im Winter empfehlenswert.
Muss der Glacier Express im Voraus gebucht werden?
Ja, eine obligatorische Sitzplatzreservierung ist erforderlich, und der Zug ist an beliebten Daten im Sommer ausgebucht. Mindestens 4–6 Wochen im Voraus für Juli- und Augustreisen buchen. Frühling-, Herbst- und Winterabfahrten sind weniger ausgelastet, profitieren aber dennoch von 3–4 Wochen Vorlauf.
Lohnt sich der Glacier Express?
Für die meisten Reisenden ja. Die 8-stündige Fahrt durch die Rheinschlucht, über den Oberalppass und durch die Alpentäler ist wirklich spektakulär und einzigartig unter Europas Zugfahrten. Die Landschaft ist in jeder Jahreszeit aussergewöhnlich, auch im Winter wenn Schneewände die Gleise säumen.
Auf welcher Seite sollte ich im Glacier Express sitzen?
Sitzen Sie auf der rechten Seite bei der Fahrt von Zermatt nach St. Moritz für die beste Aussicht auf die Rheinschlucht und den Oberalppass-Abstieg. In umgekehrter Richtung links sitzen. Beide Seiten bieten während der 8-stündigen Fahrt Ausblicke, aber die rechte Seite (ostwärts) erfasst die bekanntesten Momente.
Ist Essen im Glacier Express inklusive?
Essen ist nicht im Grundticket oder in der Reservierungsgebühr in der 2. oder 1. Klasse enthalten. Ein Bordrestaurant serviert Mahlzeiten am Platz (Hauptgerichte CHF 25–45), und ein Servierwagen fährt durch den Zug. Eigene Speisen mitzubringen ist erlaubt. Nur das Excellence-Class-Paket (CHF 490–540) beinhaltet ein Gourmet-Mehrgangmenü.
Kann ich die Fahrt mit dem Glacier Express unterbrechen?
Ja, das Ticket erlaubt eine Fahrtunterbrechung an Stationen entlang der Route. Andermatt, Chur und Disentis sind beliebte Übernachtungsstopps. Sie benötigen jedoch eine neue Sitzplatzreservierung für den zweiten Abschnitt, da die obligatorische Reservierung an eine bestimmte Abfahrt gebunden ist. Im Voraus planen, um Sitzplätze für den Folgetag zu sichern.
Der Glacier Express ist eine jener seltenen Reiseerfahrungen, die wirklich ihrem Ruf gerecht werden. Acht Stunden klingen lang, bis der Zug in die Rheinschlucht einfährt und man merkt, dass man seit einer Stunde schweigend aus dem Fenster starrt. Gut planen, Sitzplatz sorgfältig wählen und die Reise das Übrige tun lassen.